Wanderbares Kärnten

Ein verlängertes Wochenende Ende Mai lädt zu einem ein paar Tagen Erholung ein.

Nach für uns allen wirklich anstrengenden Wochen packten wir unsere Sachen und bewegten uns in Richtung Kärnten, genau auf das Hochrindlplateau , ein echtes Wanderparadies, wie wir heute feststellen konnten. Wir kamen gerade noch bei Tageslicht an, unsere Ferienwohnung im Haus Sonnenhof war im zweiten Stock, mit einem wirklich beeindruckenden Blick über die Nockberge, bei klarer Sicht kann man auch die Karawanken sehen, erklärte uns das nette Ehepaar, das dieses Hotel betreibt. Nach einer herzlichen Begrüßung schleppten wir alle unsere unendlich vielen Taschen, Rücksäcke und Koffer nach oben. Chillie machte Bekanntschaft mit Mephisto, dem 9 Jahre alten Rüden der Hotelbesitzer. Keine Liebe auf den ersten Blick eher ein na auch gut und die beiden gingen ihrer Wege. Mephisto ist aber auch ein sehr bequemer Hund , na ja 9 Jahre, da darf man schon ruhiger sein. Nicht wenn man ein Husky-Schäfer Mischling ist, da ist nach wie vor Energie ohne Ende angesagt.

Nachdem wir die Ferienwohnung bezogen hatten ,wählten wir als Abendrunde noch eine kleine Straße an der kleinen Hochrindlkapelle vorbei  in Richtung Wald, die Nase der Hündin immer am Boden, ein kleiner Bach, wunderbar zum Planschen, ein Reh an einer Waldlichtung, super, wir sind unterwegs es gibt nichts Interessanteres.

Nachdem wir alle einen anstrengenden Tag hinter uns hatten, machten wir es uns noch kurz am Sofa gemütlich, Chillie suchte und fand einen Schlafplatz und schmiedeten Pläne für den nächsten Tag.

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Ursulaquelle

Die Ursulaquelle war ganz in der Nähe, ca eine Stunde über moosigen Waldboden, unberührte Wälder, gemütlich also genau richtig für den ersten Tag.

Nach einer etwas anstrengenden Nacht, unsere Hündin musste ihr Spieldefizit des Tages aufholen, bevor sie gegen Mitternacht endlich eingeschlafen war, setzten wir unseren Plan Ursulakapelle in die Tat um.

Wir parkten unser Auto am Parkplatz des Gasthofes Alpl und marschierten los, Chille entdeckte jede Menge Holz zum Spielen, durch den ständig wehenden Wind war die Temperatur wirklich angenehm, der kleine Waldweg forderte durch Wurzeln und Steine unsere Aufmerksamkeit und nach etwa einer ¾ Stunde waren wir an der Quelle, die zu den Energieplätzen der Umgebung zählt. Zahlreiche Kreuze deuteten darauf hin, dass dieser Ort für viele eine besondere Bedeutung hat. Ein harmloses Schild an einem Baum deutete darauf hin, dass es noch ein weiteres Ziel geben könne, den Kruckenkogl.

 

Claudias Wanderlust stieg, das schaffen wir doch locker, eine Stunde das sollte sich ausgehen. Ohne Kondition eine Spitze erklimmen, meine Bedenken konnte ich zwar bekanntgeben, aber trotzdem gings dann weiter bergauf, die winzigen Steige wurden steiler, ich verfluchte jedes einzelne Gramm Übergewicht an meinem Körper, war aber froh mit Waldviertler Wanderschuhen eine rutschfeste Sohle zu besitzen- Wir mussten über Überstiegshilfen  bei Weidezäunen steigen, Stacheldraht, für Chillie kein Problem, sie quetschte sich darunter durch. Wo bleibt ihr denn?  Nochmals durch den Zaun, meine Bedenken konnte sie nicht hören. Endlich hatten wir alle diese Zäune überwunden, Leinenpflicht für Hunde, Betreten auf eigene Gefahr, es sind Kühe auf der Weide.  Gott sei Dank erst in den nächsten Wochen, die Zäune wurden erst in Ordnung gebracht. Mühsam mit unendlich vielen kleinen Verschnaufpausen erreichten wir die Endstation eines Schleppliftes. Wieder etwas erholt konnten wir dann das Panorama genießen. Wir hatten uns auf etwa 1840 m hinaufgequält, aber der Blick in die Umgebung war alle Mühe wert. Ringsum die Nockberge, unendlich viel Grün, die ständig wechselnden Wolkenformationen, die Plage  hatte sich gelohnt.

Chillie fand wie immer jede Menge zum Spielen, kein Anzeichen von Müdigkeit, wie kann man nur so energiegeladen sein? Auch beim Abstieg blieben wir vollkommen konzentriert, wir wählten eine Zeit lang die Schneise der Abfahrt, bevor wir wieder die kleinen Steige benutzen und dann einige Kehren der Fortstraße, die uns für den Weg zurück einfach sicher erschien.

Wieder vorbei an der Ursulaquelle, stellten wir fest, dass wir unseren Nachmittagsplan umstellen mussten, der Hüttenrundweg am Hochrindl wurde gestrichen, wir nutzten die Kücheneinrichtung in der Ferienwohnung, schnippelten das mitgebrachte Gemüse, und wärmten die Würstel und dann: Claudia und Chillie machten es sich gemütlich, unsere Hündin schlief, wirklich entspannt lag sie auf ihrer Matte und ein leises Schnarchen, deutete darauf hin, Chillie war wirklich müde, unglaublich. Auch Claudia merkte, dass ihre Muskeln eine Ruhepause gut vertragen würden, bevor sie sich um ihre Vorbereitung für die Berufsreifeprüfung kümmerte. Die notwendigen Unterlagen werden nach einer längeren Erholungsphase intensiv bearbeitet, genauso wie jene unendlich vielen Schülerarbeiten, die einen Teil meines Gepäcks ausgemacht haben.

Auch unterwegs vergessen wir nicht, dass vieles zu erledigen ist, meinen die laydsontour.

 

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