Auch bei Regen ist der Hintersee bei Mittersill einen Besuch wert

Das angekündigte frühe Aufstehen hat sich für alle gelohnt, wunderbare frische Eierschwammerl waren die Beute des Gassi Gehens mit Chillie im angrenzenden Wald. Wir verspeisten die Pilze gleich zum Frühstück.

 

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Selbst gesamelte Eierschwammerl ( Pfifferlinge)

Da es wie unentwegt wie aus Eimern schüttete genossen wir ein wirklich gemütliches Frühstück und überlegten lange und intensiv, was wir an diesem Vormittag unternehmen sollten. Der Hintersee bei Mittersill kam als vernünftige Lösung in Betracht und so machten wir uns auf den Weg. Wie fast schon üblich war auch zum Bergsee eine enge Bergstraße zu überwinden. Die Anfahrt war aber schon sehr beeindruckend, an vielen Stellen rauschten kleine Wasserfälle ins Tal. Für diese kleinen Bäche war der Regen der letzten Tage ein Segen. Wir parkten das Auto, die Regenjacken waren Gott sei Dank griffbereit, es regente wirklich heftig. Wir waren mit Bergschuhen und warmen , wasserdichten Jacken ausgestattet, uns machte das Wetter nichts, aber die anderen Touristen, die dieses Naturjuwel ebenfalls besuchten waren mit Turnschuhen und Regenschirmen eindeutig im Nachteil. Deutsche Staatsbürger mit eindeutigem Migrationshintergrund waren offensichtlich vom Regen überrascht, aber wanderten tapfer den See entlang.

Wir waren vom Anblick der noch vorhandenen Schneeresten an der Bergen überrascht, aber überwältigt vom Anblick der unzähligen, kleinen Wasserfälle, die Richtung See rauschten, Wasser von oben und Wasser unter den Pfoten, Chillie war wie schon so oft in ihrem Element. Claudia packte ihre gut gegen Regen geschützte Kamera aus und verglich die Umgebung mit den Sieben Schwestern, einem bekannten Naturschauspiel in Norwegen.

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Improvisation pur

Die Wasserfälle sind zwar höher, aber die Anzahl am Hintersee ist deutlich größer. Auch bei nicht so tollem Wetter waren wir total beeindruckt, in der glasklaren Seeoberfläche spiegelten sich Wolken und Berggipfel, ein wirklich seltenes Motiv. Der Regen ließ auch nach, hin und wieder bemerkten wir einen Sonnenstrahl, dann machte die Wolkendecke wieder zu. Leider hatte die Schutzhütte geschlossen, wir hätten uns in dieser wunderbaren, etwas kühlen Umgebung gern etwas Wärmendes gegönnt. So marschierten wir zum Auto, was tun?  Ich hatte von Stuhlfelden gelesen, das erste Bogendorf im Pinzgau mit einem recht alten Stadtkern und einem Rundweg zu kleinen Wasserfällen in der Umgebung. 17 Minuten Autofahrt, wir fanden keinen Parkplatz im kleinen Zentrum und parkten etwas außerhalb, der Grund: Ein Fest in diesem kleinen Dorf. Der Rundweg war am Anfang sehr gut beschildert und wir legten los. Durch den Regen war der sonst sicher einfache kleine Waldweg zu einer Rutschpartie geworden, wir bewegten sehr vorsichtig entlang des wirklich schmalen Pfades in Richtung Waldkapelle, zwei kleine Brücken über Miniwasserfälle waren wirklich extrem rutschig, eine dieser Brücken wurde Chillie und Claudia zum Verhängnis, beide rutschten aus, Chillie quietschte, Claudia wird blaue Flecken davontragen, ich nutzte alle Möglichkeiten aus , einen Sturz zu vermeiden, dafür sind die Ärmel meiner Regenjacke wirklich schmutzig.

Nach diversen Rutschpartien erreichten wir die Waldkapelle, ruhig an einer Waldlichtung gelegen und zu einer kurzen Rast einladend. Nach der Kapelle wanderten wir einem Lehrpfad für Bogenschützen entlang, leider fehlten ab diesem Zeitpunkt die sonst so großzügig vorhandenen Schilder. Wir hofften über eine Forststraße wieder zurück zu finden. So war es dann auch und wir landeten punktgenau am Kirchenplatz, das Fest war in vollem Gange, wir verkosteten einige regionale Schmankerln, das Auto hatten wir Gott sei Dank etwas außerhalb des Zentrums geparkt, denn der Kirchenplatz füllte sich immer mehr. Claudia spürte noch die Folgen ihres Brückenzwischenfalles und so machten wir uns über die engen Serpentinen auf in Richtung Ferienwohnung, auch ein geruhsames Ausklingen eines wunderbaren Tages gehört zu einem Kurzurlaub dazu meinen die ladysontour.

Der Wanderweg ist lt Plan füt ungebübte und kleiner Kinder geeignet! Bei Regen herrscht an manchen Stellen Rutschgefahr!!

 

Auf zur Jagd im Pinzgau

Genau am ersten verregneten Wochenende nach einer langen Schönwetterperiode hatten wir einige Wandertage im Nationalpark Hohe Tauern geplant. Eine Ferienwohnung in Hollersbach bei Mittersill auf etwa 1600 m Seehöhe sollte für diese erholsamen Tage unser Daheim sein.

Bei der Anreise begleitete uns ab etwa Schladming Dauerregen mit unterschiedlicher Stärke. Auch einige Straßenbauten, machten uns zu schaffen, wir waren aber trotzdem guter Dinge, ein paar ruhige Tage in Mitten der Berge lagen vor uns.

Chillie, die unsere Reisevorbereitungen intensiv beobachtet hatte, saß sehr angespannt auf der Rückbank, jede Kurve schreckte sie wieder auf und dann blickte sie gespannt nach vorne.

Das Navi führte uns über die Südautobahn, das Ennstal und dann über vorwiegend Landesstraßen bis nach Hollersbach und dann wie wäre es anders zu erwarten über eine wirklich enge Bergstraße mit echten, engen Spitzkehren zum wunderbaren Haus der Familie Hochwimmer. Eine wirklich herzliche Begrüßung, eine wunderbare Ferienwohnung und zu unser aller Freude eine 12-Jährige Mischlingshündin Ricka, die sofort mit Chillie Freundschaft schloss, wunderbar!!

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Wohnhaus von Familie Hochwimmer

Wir durften das Auto genau vor dem Eingang der Ferienwohnung parken, die Koffer und Taschen waren rasch in der Wohnung verstaut. Nach einer kurzen Orientierungsphase war auch das verspätete Mittagessen fertig und wir unternahmen den ersten Abendspaziergang im Pinzgau.  Durch die erhöhte Lage des Hauses hat man einen wunderbaren Blick auf die umgebende Bergwelt, diesmal wolkenverhangen, aber trotzdem beeindruckend.

In unmittelbarer Umgebung des Hauses gibt es einen Fischteich, zu tief für unsere sonst so wassersüchtige Hündin.

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Wir wanderten weiter, unter einem Weidezaun durch in den angrenzenden Wald, ein sehr unwegsamer Pfad brachte uns an eine winzige Anhöhe und da, vor Claudias Augen waren gelbe Punkte im Moos zu sehen, was bitte ist das, Eierschwammerl? Möglicherweise, aber bei der Kleinheit der Pilzköpfe war ich noch nicht ganz sicher, ein paar Schritte weiter, die nächsten Pilzköpfe und dann waren wir sicher, ja es sind Eierschwammerl. Claudias Entschluss stand fest, in aller Frühe, ob mit oder ohne Regen geht es am Morgen wieder in den Wald und mit einem kleinen Messer verstehen auf Schwammerljagd.

Ja auch der Regen hat wirklich etwas Gutes, er bringt Pilze hervor und die schmecken auch bei Regen super, vor allem die Jagd darauf ist ein Abenteuer, also auf zum Pilzesammeln meinen die Ladies on tour.

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Aussicht von anliegender Wiese auf den Nationalpark Hohe Tauern. Mit drohendem Gewitter 😦