Wandern und genießen ? Ja, das geht !

Energiebündel Chillie hatte nach einer 4 stündigen Wanderung auch mitten in der Nacht noch genug Kraft für einige Spieleinheiten, wir konnten sie dann doch zum Schlafen überreden, aber am Morgen war sie putzmunter. Claudia wollte sich schon am Morgen ihren Aufgaben in Sachen Berufsreifeprüfung widmen. So wanderten wir erst nach einer Lerneinheit von der Ferienwohnung direkt los, um den Hüttenrundwanderweg = Genuss -wanderweg um das Hochrindl-Plateau  bei strahlendem Sonnenschein in Angriff zu nehmen. Bequemer Waldboden, sanfte aber noch andauernde Anstiege, der Weg führte oftmals über Kuhweiden. Diesmal waren aber kleine Gatter zu öffnen und zu schließen, ein gemütliches Wandern mit vielen schönen Ausblicken in das umgrenzende Nockalmgebiet, unter anderem auch die Kruckenhöhe war zu sehen.

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Kuckenhöhe

Stolz diese Höhe am Vortag erklommen zu haben, schauten wir in Richtung Gipfel,  wanderten dann aber weiter auf dem gut beschilderten Weg bis zur Hiasl-Zirbenhütte. Vorsichtshalber hatten wir am Abend davor am Parkplatz Hochrindl die Hinweisschilder gelesen, die Hütte sollte geöffnet haben und eine vorzügliche Brettljause mit den Schmankerln der Umgebung war eine Besonderheit dieser Almwirtschaft.

Diese wollten wir uns auch ehrlich verdienen und wählten deshalb die zweistündige Wanderroute durch Zirbenwälder, vorbei an unzähligen Ameisenbauten der roten Waldameise. Chillie musste unbedingt an den Ameisenstraßen riechen, intensives Naseputzen und Ablecken der Pfoten waren ihre Lehre genug, so interessant sind diese Waldinsekten nun doch wieder nicht.

Wir spürten die Anstrengungen vom Vortag doch etwas und waren froh, uns für eine gemütliche Tour entschieden zu haben. Nach doch vielen geringen aber andauernden  Steigungen, entdeckten wir nach einer Kehre eine große Fotovoltaikanlage an einer Anhöhe. Nach einigen 100 Metern  fanden wir dann auch  ein geschnitztes Zirbenholzschild : ’’Gasthaus offen „, wir freuten uns schon auf das Verkosten der Produkte der Brettljause.

Diese schmeckte dann auch ausgezeichnet, wirklich empfehlenswert, selbstgebackenes Brot, Bauernbutter, Hirschsalami usw, eine wahre Gaumenfreude. Ohne Kärntner Reindling wollten wir uns von diesem Gebiet auch nicht trennen, die Wirtin erklärte uns, dass  sie diese empfehlenswerte Köstlichkeit mit Dinkelmehl bäckt, saftig mit vielen Rosinen ( eigentlich mag ich gar keine, aber diesmal passten sie einfach ), wie es sich für diesen  speziellen  Kärntner  Guglhupf gehört.

Richtig gestärkt wanderten wir gemütlich weiter, trafen eine Familie mit einem weißen Schäferhund Rüden, Chillie war von so viel Hund überwältigt, und so blieb es bei einem intensiven Abschnoffeln, der arme Rüde hätte sich gern intensiver mit ihr beschäftigt, aber unsere Hundedame ist sehr wählerisch, einfach zu groß ! Wir marschierten weiter, die kleinen Bäche  und Quellen waren viel interessanter.  Vor allem im Bereich des König Waldgeistes, wo wir geschnitzte  Märchenfiguren bewundern konnten.

Eigentlich wollten wir noch in der Stoicharthütte die berühmten Polsterzipf probieren, aber Claudias altes Leiden, Schmerzen im linken Knie  waren ein Grund an dem Gasthaus vorbei zu gehen. Die Brettljause, der Reindling und ein vorzüglicher Häferlkaffee waren auch noch nicht verdaut.

Wir  bewegten  uns in Richtung Ferienwohnung.

Am Alpaka Gehege vorbei, diesmal nicht unbemerkt, die kleine Herde stürmte zum Zaun, Chillie bellte kurz , aber die wirklich netten Tiere waren  von Chillies Gebelle vollkommen unbeeindruckt, sie verfolgten uns, so lange sie konnten. Spucken diese Tiere wie Lamas, Claudia war beim Fotografieren etwas beunruhigt. Diese kleine Herde war nur neugierig, welche Laute und/ oder  anderes sie von sich geben könnten, bleibt ein Geheimnis.

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Nachdem wir es uns in der Ferienwohnung wieder gemütlich gemacht haben, das Knie wurde mit Kühlpacks schmerzfrei, die Hündin rekelte sich gemütlich auf ihrem Schlafplatz, ich lagerte beim Schreiben die Beine hoch, entstand dieser Beitrag, für den nächsten Tag , wir sind schon wieder auf dem Weg nach Hause, wollen wir, so alle Weh-Wehchen wieder weg sind , die drei Seen Runde auf der Turracher Höhe  angehen, wieder ein echtes Naturkleinod in Österreich.

Was noch unbedingt erwähnt werden sollte,  sind die wirklich freundlichen Kärnter/Innen. Wir sind das erste Mal am Hochrindl , also wirklich keine Bekannten, aber ein wirklich herzliches „Grieß eich „ist das absolute Minimum an Freundlichkeit, das uns wirklich positiv aufgefallen ist. Einige nette Worte, ein kurzes Steicheln über den Hundekopf;  wir fühlten uns wirklich sehr gut aufgenommen im Wandergebiet Hochrindl, ein Gebiet mit vielen Wandermöglichkeiten, eine Region zum Wiederkommen , meinen die ladysontour.

 

 

 

 

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