Ein paar ruhige Tage in Muggia

Einige wirklich anstrengende Wochen lagen hinter uns; und bevor der Herbst mit dichtem Nebel, kalten Temperaturen und vielen Prüfungen für Claudia ins Land zieht, nutzten wir ein verlängertes Wochenende, um an der Adria Erholung zu finden und neue Energie zu tanken.

Eine nette Ferienwohnung in Muggia direkt am Meer schien für uns ein gutes Angebot, über booking.com konnten wir wie immer ein sehr rasche Buchung vornehmen und die 5 stündige Autofahrt war eine zumutbare Belastung.

Im kleinen Städtchen  an der Adria angekommen, wurden wir nach einigem Suchen von einem charmanten Italiener , der sich mit dem Fahrrad auf die Suche nach uns gemacht hatte, herzlich begrüßt. Sehr unkompliziert zeigte er uns den Tiefgaragenpakplatz für unser Auto ( in der Nebensaison offensichtlich im Preis inbegriffen) und die im zweiten Stock gelegenen Ferienwohnung, einige Stiegen und längere Gänge waren mit Gepäck etwas kräfteraubend, aber der Ausblick auf den Jachthafen, war einfach umwerfend. Die geräumige Terrasse kann im Sommer sicher schon fürs Frühstück benutzt werden; am 27.Oktober war der es in der Wohnung gemütlicher.

Am Ankunftstag ( später Nachmitttag 26.Oktober ) entschlossen wir uns nur noch zu einem ausgiebigen Spaziergang durch den Jachthafen. Viele Hundebesitzer hatten genau denselben Plan, aber Chillie war wie immer mit Orientierungs-Schnoffeln beschäftigt und kümmerte sich  kaum um ihre Artgenossen. Die leicht schwingende freie Brücke über die Hafeneinfahrt war etwas völlig Neues, Chillie kroch förmlich ängstlich am Boden dahin. Wir waren entsetzt, aber mit uns beiden gemeinsam meisterte sie dieses Problem . Bereits am Rückweg war sie wieder deutlich sicherer unterwegs. Wir marschierten den gesamten Hafen entlang, bewunderten das am Abend sehr intensiv beleuchtete Triest auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht und erfreuten uns an der leichten Brise vom Meer. Claudias Kopfschmerzen, die sie am Morgen noch zu Schmermitteln greifen ließen, verschwanden und wir alle genossen diesen kleinen ersten Rundgang.

Rasch war das Abendessen zubereitet , Claudia begann ihre Vorbereitung für ihre intensive Prüfungsphase, Chille fand ihre Fassung und ihre Spielsachen wieder und so verging der erste Abend am Meer sehr rasch. Claudias Bett war eine echte Novität, das Bett konnte wie ein Aufzug in Richtung Decke gehoben werden und am Abend konnte  man das Bett mit Hilfe des Motors  in Richtung Boden bewegen. Dadurch wirkte die Wohnung tagsüber sehr geräumig, am Abend gab es dann etwas weniger Bewegungsmöglichkeit, aber das störte nicht.

Die wirklich kräfteraubenden letzten Wochen zeigten ihre Wirkung, wie schliefen tief und fest bis zum Morgen, das Winseln der Hündin weckte mich allerdings gegen sechs Uhr Morgen. Sie musste raus. Um die Hotelanlage gab es einen wirklich netten Park mit Zugang zum Meer, Steine, Wasser super zum Spielen. Wieder in der Wohnung zurück legten wir allen eine weitere Ruhephase ein, auch Claudia erwachte und war ganz erstaunt, dass ihre Hündin nass war, also ihrem Morgenspaziergang schon erledigt hatte.

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Nach dem Frühstück, entschieden wir, uns in der kleinen Stadt Muggia umzuschauen, das Auto konnte in der Garage bleiben , zum Ortskern war es nur ein kurzes Stück am Meer entlang. Der Nebel war der Sonne gewichen und so schlenderten wir gemütlich durch die kleinen Gässchen, vorbei an der Kirche und dem Rathaus, auf der Suche nach der Touristeninfo, die wir dann fast zufällig fanden. Die Angestellten waren extrem freundlich, meine Frage, ob wir mit Hund die Fähre nach Triest benutzen konnten, beschäftigte die beiden Angestellten etwa 10 Minuten, dann aber konnten sie mich beruhigen, Chille darf an Bord.

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Ich hielt dann auch die Stadtpläne in Händen. Mit Hilfe eines zirka 1 stündigen Rundweges durch die kleinen Gassen der gut erhaltenen Altstadt, entdeckten wir viele Kleinode, versteckte Kirchen, die Burgmauern, kleine Cafes und Geschäfte. Für einige entspannende Stunden genug Abwechslung, wir wanderten gemütlich in die Ferienwohnung zurück und stellten fest ,dass wir eigentlich für einen Tag genug gesehen hatten. Prüfungsvorbereitung und das Lesen eines guten Buches sollten  für einen  erholsamen Nachmittag sorgen . Davor noch eine ausgiebige Ruhephase und die Vorbereitung für den nächsten Tag, da wollen wir mit der Fähre nach Triest, Chillie darf mit und das Auto bleibt in der sicheren Tiefgarage, ein guter Plan, meinen die ladysontour.

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Burg und Hafen von Muggia

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