Zwei entspannende Tage in Brünn

Bevor die Schule wieder startet haben wir uns für einige wenige Tage in Brünn entschieden, die zweitgrößte Stadt der Tschechei. Da wir erst am Mittwochabend in der Ferienwohnung erwartet wurden, nutzten wir den Nachmittag noch zum Erfrischen in unserem Pool, bevor wir unsere Taschen packten und uns in Richtung Brno = Brünn bewegten. Erfreuliche ca 180 km, in etwa 2 Stunden reine Fahrzeit, ein recht einfach erreichbares Ziel. Wider Erwarten hatten wir kaum „stop and go“ auf der Tangente, es ging manchmal nur im Schritttempo aber doch stetig voran. Nach Wien war dann kaum mehr Verkehr (Ausnahme jede Menge LKWs), aber leider ist die Autobahn bis Znaim noch in Bau. Wir fuhren die recht gut ausgebaute Landstraße entlang. In Drasenhofen  besorgten wir dann die für unsere Strecke notwendige Autobahnvignette und dann ging es über die nicht mehr klar erkennbare Grenze in die Tschechei, vorbei an Znaim, das wir schon recht gut kennen und weiter nach Brno. Nur eine Baustelle, die das Navi nicht angezeigt hatte und dann fanden wir das Haus, nur überhaupt keine Chance auf einen Parkplatz, bei einer weiteren Umrundung entdeckten wir dann einen öffentlichen Parkplatz, ein Abstellplatz war noch frei, den hatte dann unser Seat. Mit wenig Gepäck übernahmen wir dann die im Dachgeschoss wunderbar gelegene recht große Ferienwohnung, neu renoviert, echt gemütlich, Chille war diesmal recht hektisch, völlig ungewohnt, aber sie ist schon über 9 Jahre, da sind Allüren erlaubt. Wieder zum Auto und mit einem Durchgang das ganze Gepäck in die Wohnung geschleppt, die Hündin war überfordert, schlüpfte aus ihrem Halsband, mir blieb fast das Herz stehen. Auch Chillie blieb in unserer Nähe, das Halsband wieder um den Hund, nichts passiert, aber Herzklopfen ohne Ende. Endlich in er Bleibe für die nächsten zwei Tage angekommen, suchten wir uns die passenden Betten aus, bei sechs Möglichkeiten war das bald erledigt und nach einem kleinen Abendessen, schmiedeten wir Pläne für den nächsten Tag, die Burg Spielberg und das Zentrum, vor allem ein Tourismusbüro mit einem Stadtplan war unser Ziel.

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Touristen Büro

Der Morgen, wie immer, Chillie und ich erkundeten die Umgebung nach Möglichkeiten für die Hündin, ihre Geschäfte zu erledigen, es muss Rasen sein, sonst wird es wirklich schwierig.

Wir fanden eine Anhöhe mit vielen Schrebergärten und dann auf dem Heimweg sahen wir die Burg, riesig, nicht zu übersehen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück marschierten wir los, beim Eingang zur Parkanlage war das nette Schild Hunde erlaubt, wir trabten los. Chillie überfordert, nein keine Spur von Unsicherheit zielstrebig mit der Nase ständig am Boden legte sie los, die Burg darf mit Hund nicht besichtigt werden, aber in den Innenhof kann man mit dem Vierbeiner. Theateraufführungen werden in diesem Bereich angeboten, daher eine mächtige Bühne und viele Sitzreihen. Nach Umrundung der Burg suchten wir einen Weg ins Zentrum. Ein kleiner Wagen mit einem vielfältigen Angebot an Kaffee und Tee, war für Claudia die Möglichkeit ihren zweiten Kaffee des Tages zu genießen. Diese Art von Kaffeeangebot wäre auch in manch anderen Stadt eine gute Option. Durch einige verwinkelte Gassen erreichten wir den Krautmarkt, weit und breit keine Info für uns, das Navi musste herhalten, wenige Minuten zu Fuß in einer winzigen Seitengasse, wirklich gut versteckt entdeckten wir dann das Gesuchte. Ein kleiner Reiseführer durch Brno in deutscher Sprache, mit so einem Schriftstück ausgestattet, kann man diese Stadt erst richtig genießen.

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Kathedrale Petro am Hügel Petrov

Viele kleine Kirchen, nette Fassaden, immer wieder kleine Grünflächen, ja die Stadt ist für einen Kurzaufenthalt geeignet. Wir erklommen den zweiten Hügel Petrov mit einer netten Kathedrale , die Tür war weit offen, sogar mit Hund konnte ich einen Blick ins wirklich imposante Innere werfen. Claudia machte einige Fotos Chillie und ich warteten geduldig und dann blieb Claudia mit Chillie vor dem Tor, ich machte einen kurzen Rundgang durch die Kathedrale, zwei Kerzen , wie schon öfter für unsere lieben Verstorbenen angezündet, und dann wieder nach draußen, ich wurde wie immer herzlich begrüßt. Claudias Blick haftete kurz an der Hündin. Sie wirkte müde. Wir sollten in die Wohnung, Chillie braucht Ruhe, wir auch. Vorbei an einem kleinen Kaffee, ein weiblicher Gast musste Chille unbedingt streicheln, kein Problem, eine kleine Verschnaufpause tut gut. Nach einigen kleineren Umwegen, die kleinen, verwinkelten Gassen können verwirren ,waren wir dann endlich wieder in  der Ferienwohnung, ein schnelles Mittagessen. Als Nachspeise hatten wir die tschechische Spezialität Trdelnik besorgt, ein Muss in der Tschechei.

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Der bekannte Krautmarkt

Chillie wurde mit einer zweiten Portion Futter bedacht, konnten wir alle etwas Entspannung brauchen. Für den Abend hatten wir uns dann das etwas modernere Brünn vorgenommen, einige kleinere Parks, einige Einkaufsstraßen und für Claudia ausgesprochen unüblich, eine Cola bei Mc Donalds. Mittlerweile konnten wir uns schon einigermaßen gut orientieren, wir bummelten gemütlich dahin. Plötzlich unsere Hündin wurde total aufgeregt, ein 10 jähriger kleiner Terrier- Rüde querte unseren Weg, die freundliche Besitzerin plauderte ein klein wenig, Chillie wollte unbedingt spielen, völlig überraschend, aber mit Chillie erlebt man immer wieder Unerwartetes. Bald erkannten wir auch die Umgebung wieder, wir näherten  uns der Ferienwohnung.

Duschen, ausreichend Flüssigkeit und dann das Verfassen des Textes. Auch damit kann man einen gemütlichen Tag in Brünn ausklingen lassen, meinen die ladysontour.

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Ein besonderes Ausstellungsstück in Brünn 🙂

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