Osor und Beli

Zwei wichtige Sehenswürdigkeiten sind kleine Dörfer mit Vergangenheit, sollte man auf der Insel Cres besucht haben. Für den Sonntag – Vormittag war daher Osor auf dem Programm, eine kleine Ansiedlung mit Resten einer alten Stadtmauer, auch Reste einer frühchristlichen Kathedrale konnten wir bewundern.

Die kleine Stadt selbst ist eine einzige Fußgängerzone, die Parkplätze sind am Rande der Kleinststadt und nach etwa 100 m befindet man sich in der Fußgängerzone, die engen Gassen können aber auch nur zu Fuß erkundet werden, viel zu eng sogar für Motorräder.  Unser  erster Eindruck war:  Wir betreten  hier sehr gepflegten Boden , nett mit viel Liebe gestaltete Hauseingänge, wunderbar bepflanzte Blumentröge in fast jeden Ecken der kleinen Stadt ließen vergessen, dass wir hier auf einer Insel waren, wo Wasser nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Die Vielzahl an Bronzeskulpturen, die wir an fast allen kleinen Plätzen vorfanden, verstärkte den Eindruck eines kulturellen Zentrums, an vielen dieser Plätze finden aber auch musikalische Abende statt.

Wir durchquerten die kleine Stadt , schlenderten durch die kleinen Gassen und landeten dann bei einer Drehbrücke, die scheinbar immer dann aus der Einfahrt in den Hafen gedreht werden muss, wenn ein  Schiff aus den Hafen ins offene Meer gelangen will oder umgekehrt. Ansonsten kann man die kleine Brücke überqueren um nach Losinj zu gelangen, der mit Cres fast eine Einheit  bildenden  Insel. Wir bewunderten den schönen Blick aufs Meer, die vielen kleineren, durch den Wind aber auch recht hohen Wellen hatten einige weiße Schaumkronen auf, ein eher seltener Anblick.

Wieder zurück im Auto fassten wir den Entschluss endlich das für uns obligate Eis zu genießen und zwar am besten in Cres, direkt am Hafen.

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Hafen in Cres

Wir parkten das Auto vor der Ferienwohnung und ab gings ans Meer, dem Quai entlang  in Richtung Hafen und dann zum Eisgeschäft. Durch den starken Wind ging an unserem Tisch gleich einmal ein Aschenbecher zu Bruch, und die Eiskarte wäre fast davongeflogen, aber davor konnten wir noch unsere gewünschten Eisbecher bestellen. Sie schmeckten auch vorzüglich und wir wollten eigentlich wieder dem Meer entlang in Richtung Frienwohnung. Leider fiel mein Blick in die Auslage eines kleinen Juwelierladens. Ein Zinnkollier und dazu passendes Armband wanderte in den Rucksack und ebenso zwei Silberringe, die Claudia als besonders hübsch empfand. Durch diesen Großeinkauf waren unsere Kuna restlos verbraucht; also wanderten wir das Hafenbecken entlang zu den uns vom Vortag bekannten Bankomaten, und stockten unser Kunalager wieder auf. Am Abend davor mussten wir Kuna besorgen, da wir im kleine Obst und Gemüseladen unsrer beiden Flaschen mit kalt gepressten Olivenöl nur in der Landeswährung zahlen konnten. Olivenöl ist auf Cres sicher unverfälscht, schließlich gibt es unendlich viele Olivenbaumhaine , aber auch Feigenbäume am Straßenrand.

Nach einer ausgiebigen Rast, Chillie schnarchte laut und vernehmlich und auch wir konnten eine größere Mittagspause brauchen, starteten wir zum anderen Ende der Insel nach Beli, benannt nach dem ungarisch-kroatischen König Bela IV.

Die wirklich enge Straße erinnerte mich ganz intensiv an den Weg nach Lubnice, eng felsenumrahmt, nur die Aussicht auf das Meer war unbeschreiblich schön. Für die Rückfahrt hatte Claudia dann schon einige Fotostopps eingeplant.

 

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Olivenhaine in Beli

Auch Beli kann mit Autos nicht befahren werden, die engen Gassen sind fast für Fahrräder zu schmal, aber auch in diesem Ort gibt es überall blühende Sträucher und Blumenschmuck vor dem unten Türen. Die engen Gassen sind  mit Steinen unterschiedlicher Größe befestigt und liegen sicher schon einige Jahrhunderte an derselben Stelle. Aber auch in diesem sehr einsam liegenden Ort leben junge Familien , wie die am Platz vor der Kirch spielenden Kinder zu einer Schule kommen, erstaunte mich, aber nein es gibt ganz in der Nähe der Ortseinfahrt einen Bus.

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Blumenpracht in Beli´s Gassen

Gott sei Dank fuhr der nicht gerade zu der Zeit als wir wieder in Richtung der Hauptstraße unterwegs waren. Vor dem Ortseingang befanden sich noch die uns schon bekannten Olivenhaine und Feigenbäume, darunter weideten Schafe, ein wirklich beruhigender Anblick, Chillie allerdings fand die Schafe gar nicht so toll, sie wollte nur mehr zum Auto, der offensichtliche Grund, heftiger Wind vom Meer in Richtung Insel. Claudia fand noch einige Fotomotive, die untergehende Sonne, viele Buchten und kleine vorgelagerte Inseln, Kroatiens Küste ist wirklich beeindruckend. Auf dem Heimweg entdeckten wir neben der viel befahrenen Straße D 100 jede Menge Schafe, die neben der Fahrbahn nach Futter suchten, offensichtlich hatten sie sich an die vorbeifahrenden Autos schon gewöhnt.

Wieder in der Ferienwohnung leckte Chille erst einmal ihren Wassernapf leer, bevor sie sich entspannt zu einer  ausgiebigen Rast niederlegte. Neun Jahre gehen auch an der sonst so aktiven Hündin nicht vorbei, wir müssen langsam auf unsere vierbeinige Begleitung etwas Rücksicht nehmen, oder noch nicht, ein Ball zum Spielen nach etwas Erholung ist etwas Tolles. Langsam werden wir wieder unsere Sachen zusammensuche, am nächsten Tag sollte es über Opatija wieder in Richtung Heimat gehen, Kroatien sieht uns aber sicher wieder, es gibt noch eine Menge zu bestaunen meinen die ladysontour.

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Die Abendstimmung auf der Heimfahrt von Beli nach Cres

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