Zum Abschluss des Wochenendes ein Gipfelkreuz

Unser Wanderwochenende in Hollersbach ging zu Ende. Am Abend davor hatten wir noch mit den wirklich extrem freundlichen Gastgebern und anderen Gästen des Hauses vor dem gut gepflegten Bauernhaus geplaudert, die beiden älteren Hündinnen spielten unentwegt, Chillie, die sonst sehr kaum Kontakte zu anderen Hunden pflegt, war wie ausgewechselt, die ältere Ricka hatte das Sagen, die beiden rannten vor dem Haus und im Stall herum, es war wirklich nett den beiden zu zusehen und alle waren von der Schönheit und auch Gutmütigkeit dieses Schäferhundes begeistert. Dementsprechend oft wurde die Hündin gestreichelt. Der Hausherr Günter brachte es auf den Punkt: Sie schön, aber bestimmt nicht scharf, wir gaben ihm zu 100 % recht. Hatte sie doch am Dorffest in Stuhlfelden, wieder einmal einem kleinen Kind einen kräftigen Schmatz gegeben.

Nach diesem wirklich netten Abend, marschierten wir mit Chille noch die Anfahrtsstraße entlang bis zu einer Abzweigung, die wir dann auch benutzten und  dabei feststellten, noch höher als das Bauernhaus Hochwimmer, liegen noch weitere Gehöfte und ein großer Berggasthof, mit einem Startplatz für Paragleiter. Diese Menschen haben meine volle Bewunderung, diese Serpentinen, die mich wirklich immer wieder leicht beunruhigten, vor allem bei Gegenverkehr, waren scheinbar kein Problem, jeder Ziegelstein, jedwedes Nahrungsmittel und vor allem auch Kinder, mussten diese Serpentinen nach oben, oder sowohl nach unten als auch nach oben gebracht werden.

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Berggasthof

Als keines Abschiedgeschenk standen noch ungefähr 1 kg frische Eierschwammerl vor dem Eingang der Ferienwohnung, Gerlinde hatte ihre Beute gern mit uns geteilt.

Am Morgen dannach wieder einem gemütlichen Plausch packten wir unser Auto , die anderen Gäste winkten noch zum Abschied und wir bewältigten ein weiteres Mal die Abfahrt, nahmen uns aber vor, falls wir wieder einmal in die Gegend kommen sollten, werden wir uns wieder auf 1600 Höhenmeter einquartieren.

Unser Ziel , bevor wir nach Hause fuhren, war die Gondelbahn Resterhöhe, die uns auf etwa 1850 Meter über dem Meer brachte, das ganz ohne Anstrengung und Chillie fuhr sogar gratis nach oben.

Die Wolken der letzten Tage waren stark aufgelockert aber doch noch vorhanden, wir hatten aber Pullover und Windjacken dabei, die wir schnell übergezogen haben und dann der Blick in die Umgebung, schroffe Gipfel mit Gipfelkreuzen und dazwischen rundere Bergkuppen mit Gras oder Latschen bewachsen, das Großglockner Massiv, wie es sich gehört mit dicken Wolken verhangen, die Großvenedigergruppe, das  Massiv des Wilden Kaisers. Wieder einmal mussten wir feststellen , unsere Heimat hat so viel zu bieten ,wir sind wirklich stolz auf das kleine Land. Einige gelbe Pfeile zeigten uns jede Menge an Wanderwegen an, wir entschlossen uns für den kürzesten Weg zur Panorama-Alm. Gut beschildert wanderten wir über einen breiten Wanderweg begleitet von vielen Kühen und dementsprechend vielen elektrischen Zäunen, Chillie mussste die schmerzliche Erfahrung machen, die führen wirklich Strom, ein lautes Gejaule war die unmittelbare Folge einer solchen Berührung. Das Umgehen der Zäune war aber wirklich gut möglich und so wanderten wir relativ zügig in Richtung Alm, der Weg war streckenweise wirklich stark ansteigend, wie immer in solchen Fällen, verfluche ich meine fehlende Kondition, mein sicher zu hohes Übergewicht und etwas das ich nicht ändern kann mein Alter. Mit vielem  Schnaufen, aber unendlich dankbar wieder einmal mitten in den Bergen sein zu können,  erreichten wir die Alm.

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Alm Panoramablick

Claudia entdeckte ein Gipfelkreuz, 20 Minuten Fußweg zum Zweitausender, das sollte doch zu schaffen sein. Fragend schaute sie mich an: Wagst du diesen Aufstieg oder sehen wir das Kreuz nur von der Ferne? Ein kurzes Zögern, aber dann setzten wir unsere Wanderung fort, Chillie immer an der langen Leine, lief tapfer mit uns mit.

Nach einem zirka ½ stündigen Aufstieg, wir mussten ja auch die Umgebung bewundern, waren wir dann am Gipfelkreuz, zum Beweis, gab es einige Fotos,  ein herrlicher Ausblick war Belohnung genug, und Chillie, sie fand auch in der Nähe des Gipfelkreuzes genügend Steine zum Spielen und tobte auf der kleinen Kuppe herum, diese Kondition hätte ich gerne. Den Weg zus Panorama-Alm haben wir dann schnell zurückgelegt, die wirklich netten Kellnerinnen brachten uns dann typische Gerichte der Region, Tiroler Gröstl und Kasnocken mit wunderbarem Salat, Deftiges am Berg war eigentlich Pflicht, wir haben immerhin 15 km in über 1800 m zurückgelegt. Nachdem wir uns wirklich gut gestärkt hatten wanderten wir in Richtung Bergstation Resterhöhe, der letzte Anstieg war für unsere leicht müden Knochen eine Herausforderung, aber das Ziel vor Augen waren wir bald vor der Einstiegsstelle zur Talfahrt, noch einige  Fotos zur Erinnerung und dann wieder gemütlich ins Tal, wo wir dann ohne weitere Verzögerungen die Heimfahrt antraten. Vorbei an vielen netten Dörfern, klingenden Namen, Karun, Rauris, Gasteiner – Tal usw, unendlich viele Möglichkeiten zum Wandern und Genießen, dieses Gebiet ist wirklich sehenswert und wir waren sicher nicht das letzte Mal im Nationalpark Hohe Tauern meinen die ladysontour.

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