Ein Wochenende im Advent in Graz

Das letzte Wochenende vor den Weihnachten 2016 erfüllte sich für Claudia ein schon lange ausgesprochener Wunsch. Sie wollte einer alten Tradition nachkommen, im Advent nach Graz zu unseren Freuden in die Steiermark.Wir in der Steiermark Michaela und Peter in unserer Heimatgemeinde. Das war zwar schlechte Planung,  unsere weiteren Ideen am Sonntag wollten wir gemeinsam ins Stift Rhein fahren, ein ausgedehnter Spaziergang und der Besuch einer Krippenausstellung im Innenhof, Claudia sollte wieder einige Fotos machen können.

Wir konnten erst sehr spät am Freitag aufbrechen, eine vollkommen ungeplante Supplierstunde, daher erst  gegen 14 Uhr zu Hause, ein gutes Mittagessen, und dann erst den Koffer und die Tasche mit den Nahrungsmittel packen, gegen 16 Uhr war alles im Auto, Chillie durfte noch eine Spielrunde einlegen, drei Stunden Autofahrt waren in etwa geplant und da sollte alles erledigt werden. Stöckchen werfen und laufen, aber nicht alles wurde geschafft. Das bedeutete auf jeden Fall eine Abendrunde in Semriach.

Freitag Abend, die Autobahn war ziemlich voll, allerdings noch keine Kolone und ab dem Semmering war es  wieder einigermaßen ruhig. Plötzlich, Chillie jammerte, na ja sie musste also doch noch etwas erledigen. Wir suchten und fanden nach längerer Autobahnfahrt eine Tankstelle mit etwas Grün. Chillie sprang aus dem Auto maschierte übers Grün, war guter Dinge, aber ihr Geschäft  erledigen musste sie nicht. Ärgerlich setzte Claudia die Fahrt fort, ohne eine Jacke und Handschuhe war sie aus dem Auto gestürzt, um ihrer geliebten Hündin alle Sorgen zu nehmen und Chillie wollte  nur etwas die Pfoten bewegen. Mit Hilfe des Navis erreichten wir nach vielen Kurven ein wunderschön geschmücktes großes Haus am Waldrand. Überall im Garten waren kleine Figuren und beleuchtete Bäume, ein wirklich stimmungsvoller Anblick, Das Haus Gschweitl in Semriach ist wirklich ein optischer Geheimtipp, auch die freundliche Begrüßung ließ in uns das Gefühl aufkommen, wir sind inklusive Hund herzlich willkommen. Die Schafe sollten wir erst am nächsten Morgen sehen, aber die Hauskatze verschaffte sich mit einem mächtigen Fauhen schon Respekt.

Den kürzeren geplanten Rundweg legten wir mit Taschenlampe zurück und den anderen vorgeschlagenen Weg hatten wir für den Morgen am Plan.

Chillie fand unendlich viele Plätze, die sie genau betrachten musste, die klare Nacht ließ uns den Sternenhimmel betrachten und nach etwa einer Stunde waren wir dann wieder in der sehr geschmackvoll eingerichteten Ferienwohnung. Hunger überkam uns, wir hatten einiges mitgebracht, die Berner Würstel und die Laugenweckerl waren ausgezeichnet. Chillie machte es sich auf der mitgebrachten Hundedecke bequem, ich packte noch Schülerarbeiten aus,einige wollte ich noch korrigieren. Claudia aber nutzte die Chance, einmal richtig auszuschlafen und verabschiedete sich ins bequeme Bett.

Ich legte auch recht bald den Rotstift zur Seite und machte es mir im Bett bequem.

 

Ein Tag im stimmungsvollen , gut besuchten Graz

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 Am Morgen des 17.12 ( Samstag) war Chillie bis 7 Uhr am Morgen sehr ruhig, dann aber wollte sie raus. Wir schlüpften in die bequeme, Kleidung, erinnerten uns, wo wir noch einen Rundweg gehen konnten und fanden diesen auch. An einer Lichtung entdeckten wir eine Wiese, ideal zum Spielen, wir ließen Chillie von der Leine,die Hündin rannte unentwegs und nach etwa 10 Minuten marschierten wir wieder in die Ferienwohnung zurück.

Chillies Napf war extrem schnell geleert, auch uns schmeckte das Frühstück.

Frau Gschweitl hatte uns freundlicherweise ihre Parkkarte für einen Garagenplatz im Zentrum von Graz sofort zur Verfügung gestellt, vielen lieben Dank, die Parksituation in Graz ist an einem Avdentwochenende sicher angespannt, ein Parkplatz ohne Zeitlimit, wunderbar.

Wir fanden die kleine Parkgarage auch, zwar mit einigen Schwierigkeiten, aber dann doch.

Da wir uns in Graz schon etwas auskennen, konnten wir wirklich ohne großen Stress durch die Altstadt schlendern, der Pflichtbesuch im Landhaus, die heuer noch ohne Schmelzspuren da stehende Eiskrippe, ein Fotomotiv für fast alle Grazbesucher .Wir haben die Herrengasse anfangs vermieden, bewunderten die schön geschmückten Auslagen, und entdeckten eine kleinen Fachladen für Füllfedern. Claudia wünscht sich schon lange eine Markenfüllfeder eine LAMY sollte es sein. Ich habe gemeinsam mit dem sehr netten Verkäufer eine nette Kombination gefunden, einige Teile fehlen noch, aber im März sollten die auch vorrätig sein. Ich habe jetzt also wenigstens eine kleine Überraschung, ein Schreibset war klar, aber welches, Claudia ist wieder einmal gespannt, sie liebt Überraschungen und ich habe wieder etwas Nettes gefunden.

 

 

Nach diesem geglückten Kauf, schlenderten wir in Richtung Schlossberg, in den Kasematten war ein Weihnachtsmarkt mit Kunsthandwerkständen. Wir marschierten die Stufen nach oben, eine konditionelle Herausforderung. Schnaufend kamen wir oben an. Der wolkenlose Himmel, die strahlende Sonne, Graz unter uns, nach ein paar tiefen Atemzügen war alle Anstrengung vergessen, wir besuchten wie viele andere den Weihnachtsmarkt, fanden ein paar Kleinigkeiten, handgefertigte Keramik und Schnitzereien wanderten in unsere Tasche und dann bewegten wir uns zur Schlossbergbahn, wir waren nicht die einzigen, aber nur wir waren mit einem winselnden Hund beschäftigt, der Grund Chillie musste einen Beißkorb tragen, viele mitleidige Augen ruhten auf dem winselnden Hund, aber keine bösen Worte.

Die kurze Fahrt über winselte und jammerte der Hund, wir waren froh aus der Bahn steigen zu können. Da half auch die Gratisfahrt nichts. In Graz fährt man am letzten Samstag im Advent gratis mit den öffentlichen Verkehrsmitteln eine wirklich nette Geste der Stadtväter. Beim Verlassen des Gebäudes sahen wir eine unendlich lange Schlange für die Aufffahrt zum Schlossberg, eine weise Entscheidung  sich zu Fuss nach oben zu quälen.

Wir kauften noch Pizza und Salat ein und ließen uns beides im Haus gut schmecken . Und unsere treue Beleiterin Chillie, viele bewunderende Worte, Streicheleinheiten, andere Hunde hatten sie wirklich müde gemacht, ihre Hundedecke als Schlafplatz war höchst willkommen. Wir werden noch die notwendige Abendrunde starten nachdem wir uns alle etwas erholt haben.

Morgen wollen wir dann mit Michaela und Peter noch etwas plaudern, wann genau werden noch telefonisch klären meinen die laydysontour.

 

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