Von Livo über Bozen nach Hause

Sonntag 28.8.2016 wir fahren wieder nach Hause, das Gepäck verstauten wir wieder in unseren Seat. Da es in diesem Gebiet Südtirols nichts einzukaufen gab, hatten wir unsere Essensvorräte ordentlich geplündet und wider Erwarten weniger Gepäck als bei der Ankunft. Für unser Buget eine wahre Wohltat.

Gleich nach Hause, nein wir wagten einen Abstecher nach Bozen, im Internet ist diese wichtige Stadt in Südtirol als sehenswert beschrieben. Vor allem der Walther von der Vogelweide –Platz soll bemerkenswert sein. Claudia fand eine Parkgarage in der Nähe der Altstadt, wir fanden unseren Weg aus dem Nonntal, vorbei an den wirklich schroffen Dolomiten, suchten und fanden eine Selbstbedienungstankstelle, die nicht nur uns Rätsel aufgabe, aber mit Hilfe eines netten Italieners konnten wir auch den Tank vollfüllen, der Benzinpreis liegt deutlich höher als in Österreich, aber was solls.

Bozen Süd die Abfahrt und die Fahrt zum Parkdeck ist unproblematisch, aber die Einfahrt unauffindbar. Wir fanden aber ein weiteres Parkdeck direkt an der Seilbahn zum Ritten, leider kamen wir erst zu Mittag an, der Besuch von Oberbozen hätte zu lange gedauert. Wir entschlossen uns, nur einen kleinen Abstecher in die Altstadt zu unternehmen, am Walther von der Vogelweide Platz ein gutes aber teures Eis ,von sehr korrekten fast unfreundlichen  Kellnern serviert, zu löffeln und dann mit einem Stadtplan ausgerüstet, die Altstadt zu besichtigen. Der Plan zeigte ein sehr kleines Zentrum, von den angekündigten Märkten mit Südtiroler Spezialitäten keine Spur, der Sonntag in Bozen war für unsere Geldbörsen eine Erholung, wir konnten tatsächlich nichts einkaufen.

Ein weiteres Kuriosum dieser Stadt, alle öffentlichen Toiletten sind am Sonntag zu, auch jene in den Parkdecks, es gab Gott sei Dank eine Ausnahme, die WCs in der Talstation der Seilbahn waren offen. Wir hatten also zum Glück die einzig vernünftige Parkgarage benutzt. Bozen am Sonntag ist wirklich nicht zu empfehlen. Mit dieser Erfahrung im Gepäck setzten wir unsere Heimfahrt fort und fanden, dass wir in Nordtirol eigentlich mindestens genauso schöne Berge vorfanden, das nächste Mal sparen wir uns den Weg über den Brenner und bleiben in Nordtirol, so nett die Apfelplantagen und das mildere Klima in Südtirol auch ist, zwei zusätzliche Stunden im Auto lohnen dafür nicht, meinen die Ladysontour. Die Inntalautobahn mit Tempolimit 100 lässt Zeit, eine Grobplanung für das nächste Jahr durchzuführen, einen großzügigen Überblick haben wir schon, wie weit sich unsere Pläne verwirklichen lassen, werden wir noch sehen.

Einige etwas spezielle Autofahrer forderten jedoch wieder unsere volle Konzentration. Claudia wollte erst in Österreich einen Parkplatz anfahren. Der Parkplatz am Chiemsee, der Chilie eine Wasserspielphase ermöglich hatte, war auf der Rückfahrt leider nicht anzufahren, wir wollten erst ab Salzburg eine kleine Rast einschieben. Leider ist das gesamte Salzkammergut ohne Parkplatz, die Raststätten wären für Chillie kein Vergnügen, im Restaurant müsste sie wieder brav unter dem Tisch liegen, und das Rudel trennen, Claudia genießt ihren Kaffee und Chillie und ich drehen unsere Runden am Parkplatz haben wir getestet, kein wirklich guter Plan. Nach endlosen Kilometern Autobahn ein Parkplatz winkte. Wir waren nicht die einzigen, kaum ein freier Parkplatz zu finden, wir blieben einfach auf dem LKW Parkteil stehen. Was brauchte unsere sonst so brave Hündin, die uns durch ihr andauerndes Winseln leicht in Panik versetzt hatte, eine nette Wiese zum Pinkeln, nein oh nein, Frischwasser aus einem Brunnen, der mit einer Handpumpe versehen war, wir pumpten, Chillie trank extrem viel,  wir pumpten unentwegt und die umstehenden Menschen schmunzelten, wir fallen immer wieder auf, dachten ich so bei mir, aber Lachen soll ja gesund sein, und eine Hündin, die einem Kamel ähnlich Wasser aufsaugt, war wirklich ein lustiger Anblick. Eine 4 ½ Monate alte Welpin kreuzt unseren Weg, ein freundliches Beschnoffeln, kein Zickenkrieg, wie in Bozen, wo wir eine weitere Schäferhündin trafen, die sicherlich nur Streit suchte, die kleine Hundedame hätte sich gerne noch länger mit der erfahrenen Chillie unterhalten, aber das Frauchen musste weiter. Ein paar Streicheleinheiten von völlig fremden Menschen , freundliches Winseln, wir durchwanderten noch einige Male die kleine Wiesenfläche um den Parkplatz, und dann begaben wir uns wieder zum Auto. Chillie rollte sich auf der hinteren Sitzbank zusammen und schlief, bis zu dem Zeitpunkt, wo wir das Auto an einem kleinen Waldstück parkten, um in der beginnenden Dämmerung der Hündin noch eine Möglichkeit zu bieten, neue Gerüche aufzunehmen und was sie sonst noch tun musste. Daheim angekommen, bestückten wir sofort die Waschmaschine, die etwas anstrengenden Wanderungen im Gebirge hatten auf unsere Kleidung Spuren hinterlassen . Da wir ja unsere Pergola haben, konnten wir unsere Wäsche auch noch in der Nacht quasi im Freien zum Trocknen aufhängen.

Die letzte Ferienwoche war angebrochen, es gibt eine Menge an Vorbereitungen fürs neue Schuljahr, aber ich habe schon ein paar nette Ferienhäuser in jenen Orten gesehen, wo wir 2017 hin wollen. Davor haben wir aber noch einige Aktivitäten vor, vielleicht schaffen wir doch noch ein Treffen mit unseren Freunden aus der Steiermark, Michaela und ich werden unser Terminkalender durchstöbern, wir werden darüber berichten meinen die Ladysontour.

 

 

 

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