Schallaburg , zurück in die 70-iger Jahre

Nachdem wir beide wieder einmal ein Wochenende gemeinsam frei hatten und das Wetter auch recht freundlich war entschlossen wir uns, die Ausstellung auf der Schallaburg unweit von Melk zu besuchen. Das Thema der heurigen Ausstellung die 70iger Jahre regte mich etwas zum Nachdenken an. Meine 27 jährige Nichte Claudia war durch viele Erzählungen und noch im Haus befindlichen Dingen auch neugierig, und so starteten wir nach einem gemeinsamen Frühstück, unsere sonst so treue Begleiterin Chilli musste zu Hause bleiben, in den Ausstellungsräumen sind Hunde verboten und wir wollten sie nicht im Auto warten lassen.

Da wir den Weg zur Schallaburg schon gut kannten, erreichten wir nach etwa 1 Stunde Fahrzeit mit vielen anderen die Burg. Der sonst einigermaßen steile Römerweg war durch eine Baustelle gesperrt und so erreichten wir sehr rasch und bequem den neu gestalteten Kassenbereich, wo wir erfuhren, dass genau heute die Möglichkeit für einen ausgiebigen Brunch gegeben war, genau einmal im Monat gibt es dieses Angebot, also war das Mittagessen sofort durch den Brunch ersetzt. Das Angebot war vielfältig, wir genossen einige Kleinigkeiten und dann ging für mich zurück in die Vergangenheit.

Viele Exponate waren mir und auch vielen anderen Besuchern wohl vertraut, Eltern erinnerten sich für ihre Kinder und Enkelkinder an die Sportler, Politiker und besondere Ereignisse aus der Zeit 1970-1979. Bruno Kreisky hat mit seinen Ideen sicher viele Spuren hinterlassen, aber auch an Karl Schranz, Jochen Rindt, ABBA und vieles mehr sollten wir erinnert werden. Die aufkeimende Emanzipationsbewegung, der Computer für zu Hause, Dreh und Drink, vielfältig verarbeiteter Kunststoff, all das war wirklich erst in den 70 iger Jahren. Der erste Papst aus Polen, Johannes Paul, auch er war in dieser Zeit zum Papst gewählt worden. Der kalte Krieg, ein wichtiges Abkommen zwischen den USA und der UdSSR , Hausbesetzungen, Wohnen in Wohngemeinschaften, Kassettenrecorder, mein erst von Claudia demolierter oranger Space Hopper, an all das wird man in dieser Ausstellung erinnert. Kein Wunder, dass viele der Besucher der 50 + Generation angehören, in Begleitung der jüngeren Generation wird diese Ausstellung zu einem netten Erlebnis. Claudia war erstaunt, dass sie noch einige der Ausstellungsstücke noch recht gut erkannt hat: „ So ungefähr hat dein erster Computer ausgeschaut „ , so eine elektrische Schreibmaschine haben wir auch noch gut versteckt am Dachboden usw..

Nach der Ausstellung durchstreiften wir noch den Garten der Schallaburg mit zweifärbigen Pfingstrosen in voller Blüte und den Rosen, die gerade ihre Knospen ins Licht recken.

Bevor wir zu Hause ankamen versuchten wir noch herauszufinden, ob das Erdbeerfeld im Nachbarort schon geöffnet hat, ja wir haben unsere ersten Erdbeeren 2016 genossen, gleich auf der kurzen Strecke bis nach Hause haben wir fast ein Körbchen geleert, die ersten heimischen Erdbeeren sind aber auch besonders gut, meinen die Ladysontour.

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s